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„Wir wollen die maximale Wertschöpfung“ – Interview mit Prof. Dr. Thomas Hirth im “transcript”

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Fast ein Jahr Arbeit hatte das Schreiben des Antrags gekostet. „Solange wie bisher kein anderer Antrag“, so Thomas Hirth, Chef des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB). Umso größer war Mitte Januar der Jubel des von Hirth und Clustermanager Stefan Witt (JSW) koordinierten Teams aus Firmen und Forschungsinstituten. Ihr BioEconomy-Projekt ist einer der fünf Spitzencluster, die der Bund in den nächsten fünf Jahren mit je 40 Mio. Euro fördert. Welche Ziele und Projekte das BioEconomy-Projekt verfolgt, darüber sprach Hirth mit |transkript.

Die Ambitionen des ostdeutschen Spitzenclusters sind groß. Damit die Region um Leuna zur laut Hirth „ersten Bioökonomieadresse in Europa“ wird, verfolgen die mehr als 80 Partner des BioEconomy-Clusters zwei Ziele. „Erstens die maximale Wertschöpfung aus Holz, und zweitens die Skalierung von Verfahren der nachhaltigen Holznutzung über die ganze Innovationskette, also vom Labor- bis in den industriellen Maßstab hinein. Viele Projekte im Bereich der Bioökonomie bleiben heute auf der Stufe des Pilotmaßstabes stehen“, so Hirth. „Wir wollen dieses Valley of Death überwinden und in den Demonstrationsmaßstab gelangen, so dass Investitionen der Industrie in diese Technologien folgen können.“

Das Timing für den Start der Förderinitiative hätte nicht besser sein können. Mitte Februar stellte die Europäische Kommission ihren Aktionsplan für die Bioökonomie bis zum Jahr 2020 in Brüssel vor. Dabei wurde klar: Der deutsche Ansatz, eine Art „Holzbioraffinerie“ aufzubauen, ist europaweit einzigartig.
Große Buchenholzbestände, die im Holzcluster Rottleberode, 90 Kilometer nordwestlich von Leuna, verarbeitet werden, sollen dabei als Rohstoff für Holzwerkstoffe, Chemikalien und Energieträger dienen. „Unser Ansatz ist besonders wegen der Koppelproduktion und Kaskadennutzung wirtschaftlich interessant“, erklärt Hirth. Aber auch wegen der kurzen Transportwege, weil Holz nicht in Konkurrenz zur Lebensmittel- und Futterproduktion steht und eine hohe Wertschöpfung aus der Ligninverwertung erwartet wird, ist die Wahl auf Holz gefallen. Basis der Holznutzung ist die Entwicklung und Etablierung neuer Aufschluss-, Pyrolyse-, Vergasungs-, katalytischer und Fermentationsverfahren, wie das derzeit am Fraunhofer-Zentrum für Chemisch- Biotechnologische Prozesse (CBP) im Pilotmaßstab entwickelte Organosolv-Verfahren. Es spaltet die Holzhackschnitzel in Cellulose, Hemicellulose und Lignin. Die etwa 50% Glucose, 30% Xylose und 20% Lignin, die nach chemischer und enzymatischer Spaltung zur Verfügung stehen, werden anschließend in drei Leitprojekten zu Produkten veredelt.

„Das erste Leitprojekt, an dem viele der ins- gesamt 46 KMU teilnehmen und das vom Fraunhofer-IWM in Halle koordiniert wird, beschäftigt sich mit Lignin-basierten Holzwerkstoffen“, erklärt Hirth – zum Beispiel Lignin-Thermoplasten, PU-Schäumen und Phenolharzen. Ein weiteres unter Federführung von Linde und Total widmet sich der bioba- sierten Herstellung von Wasserstoff und Kohlenwassenstoffen. Im dritten, vom Umweltforschungszentrum (UFZ) Leipzig koordinierten Leitprojekt geht es um die Analyse der Stoff- und Energieströme, um die größtmögliche Nachhaltigkeit der Prozesse zu erzielen.

„Ein Ziel bei der biobasierten Gewinnung von Chemikalien ist es, Aromaten wie Phenol aus Lignin zu gewinnen, ein anderes grünen Wasserstoff, Kohlenwasserstoffe und chemische Verbindungen wie Ethanol, Butanol, Carbonsäuren und Ethylen zu produzieren“, so Hirth. Mit an Bord sind dabei von Anfang an große Partner, zum Beispiel Vattenfall, die Linde Engineering Dresden oder Total. Aber auch das mit 50 Mio. Euro vom Land Sachsen-Anhalt, der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Bund finanzierte Fraunhofer-CBP am Chemiestandort Leuna und das 20 Mio. Euro schwere Pilotanlagenzentrum in Schkopau sind beteiligt. Während in der Pilotanlage aus bio- basierten Monomeren neue Polymere gewonnen werden sollen, steht in Leuna die Konversion der biogenen Rohstoffe zu Monomeren, Kohlenwasserstoffen und Wasser- stoff im Vordergrund. Was im Labormaßstab bereits funktioniert, soll laut Hirth nun in den Pilotmaßstab überführt werden. „Bis 2020 sollen in Leuna die ersten Demonstrations- und Produktionsanlagen laufen."

Das Interview mit Herrn Prof. Dr. Hirth führte: Thomas Gabrielczyk
Quelle: www.transkript.de

Staatssekretärin Quennet-Thielen prämiert Spitzencluster BioEconomy

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Berlin | Leuna | Stuttgart, 27. Februar 2012

Anlässlich der Clusterkonferenz am 23. und 24. Februar 2012 in Berlin prämierte Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen den Spitzencluster BioEconomy Mitteldeutschland als einen der fünf Gewinner der dritten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs. Zu den ersten Gratulanten gehörte Bundesforschungsministerin Annette Schavan, die Clustermanager Stephan Witt und den wissenschaftlichen Koordinator des Clusters, Professor Thomas Hirth, zu ihrem Erfolg beglückwünschte.

Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, prämierte im Beisein der EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Máire Geoghegan-Quinn, den mitteldeutschen Spitzencluster BioEconomy auf der Clusterkonferenz 2012 in Berlin. Professor Thomas Hirth, wissenschaftlicher Koordinator des Spitzenclusters und Initiator des Fraunhofer-Zentrums für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna, sowie Stephan Witt, Clustermanager des Spitzenclusters BioEconomy, nahmen den Siegerpreis stellvertretend für die mehr als 80 Partner im Cluster entgegen.

Im Anschluss an die Prämierung eröffnete Bundesforschungsministerin Annette Schavan die Ausstellung "Deutschlands Spitzencluster" und beglückwünschte bei ihrem Rundgang Stephan Witt und Professor Hirth zu ihrem Erfolg. Der Spitzencluster BioEconomy war auf der Veranstaltung mit einem eigenem Ausstellungsstand vertreten, an dem sich die Konferenzteilnehmer anhand ausgewählter Exponate über die Breite der Produkte und Aktivitäten des Clusters informieren konnten.

Im Spitzencluster haben sich verschiedene Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen. Kernziel des Clusters ist die integrierte stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse, die nicht für die Nahrungsmittelproduktion genutzt wird, zur Erzeugung von innovativen Werkstoffen, Chemikalien und Produkten aus neuen Materialien und Energieträgern.

„Um die ganze Innovationskette abbilden zu können“, erklärt Stephan Witt, „haben wir Spezialisten mit ausgewiesener Expertise aus verschiedenen Branchen wie Mineralölindustrie, Energieerzeugung, Holzindustrie und Anlagenbau im Team. Gemeinsam ergänzen sich die Partner im Cluster, um eine biobasierte Industrie mit vielen zusätzlichen Investitionen und Arbeitsplätzen in der Region Mitteldeutschland und einen weltweit sichtbaren Leuchtturm der Bioökonomie zu schaffen.“

„Wir wollen die Wertschöpfung aus heimischem Buchenholz durch die kombinierte stoffliche und energetische Nutzung optimieren. Dabei ist ein wichtiger Ansatz unserer Strategie, Verfahren, die heute bereits in den Laboren und Technikumsanlagen funktionieren, möglichst schnell in einen großtechnischen Maßstab für die industrielle Anwendung umzusetzen“, fasst Hirth das Vorhaben des Clusters BioEconomy zusammen. „Bei der Skalierung der Verfahren wird das Fraunhofer CBP eine zentrale Rolle spielen“, so Hirth.

Der mitteldeutsche Cluster BioEconomy hatte sich mit seiner Präsentation am 19. Januar 2012 in Berlin gegenüber anderen Mitbewerbern als einer von fünf Gewinnern der dritten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs durchgesetzt.

Weitere Informationen und Ansprechpartner

Spitzencluster BioEconomy

Stephan Witt
JSW Consulting GmbH
www.bioeconomy.de

Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP
www.cbp.fraunhofer.de

Commission proposes strategy for sustainable bioeconomy in Europe

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Brussels, 13 February 2012 

The European Commission has today adopted a strategy to shift the European economy towards greater and more sustainable use of renewable resources. With the world population approaching 9 billion by 2050 and natural resources finite, Europe needs renewable biological resources for secure and healthy food and feed, as well as for materials, energy, and other products. The Commission's strategy and action plan, "Innovating for Sustainable Growth: a Bioeconomy for Europe", outlines a coherent, cross- sectoral and inter-disciplinary approach to the issue. The goal is a more innovative and low-emissions economy, reconciling demands for sustainable agriculture and fisheries, food security, and the sustainable use of renewable biological resources for industrial purposes, while ensuring biodiversity and environmental protection. The plan therefore focuses on three key aspects: developing new technologies and processes for the bioeconomy; developing markets and competitiveness in bioeconomy sectors; and pushing policymakers and stakeholders to work more closely together.

"Europe needs to make the transition to a post-petroleum economy. Greater use of renewable resources is no longer just an option, it is a necessity. We must drive the transition from a fossil-based to a bio-based society with research and innovation as the motor. This is good for our environment, our food and energy security, and for Europe's competitiveness for the future," said Commissioner for Research, Innovation and Science Máire Geoghegan-Quinn.
The term "Bioeconomy" means an economy using biological resources from the land and sea, as well as waste, as inputs to food and feed, industrial and energy production. It also covers the use of bio-based processes for sustainable industries. Bio-waste for example has considerable potential as an alternative to chemical fertilizers or for conversion into bio-energy, and can meet 2% of the EU renewable energy target.

The EU bioeconomy already has a turnover of nearly €2 trillion and employs more than 22 million people, 9% of total employment in the EU. It includes agriculture, forestry, fisheries, food and pulp and paper production, as well as parts of chemical, biotechnological and energy industries. Each euro invested in EU-funded bioeconomy research and innovation is estimated to trigger €10 of value added in bioeconomy sectors by 2025.

Background

The Strategy has three main pillars:
1) Investment in research, innovation and skills for the bioeconomy. This should include EU funding, national funding, private investment and enhancing synergies with other policy initiatives.
2) Development of markets and competitiveness in bioeconomy sectors by a sustainable intensification of primary production, conversion of waste streams into value-added products, as well as mutual learning mechanisms for improved production and resource efficiency. As an example, food waste costs the European taxpayer between €55 and €90 per tonne to dispose of, and produces 170 million tonnes of CO. This waste could be transformed into bio-energy or other bio-based products, creating jobs and growth.
3) Reinforced policy coordination and stakeholder engagement, through the creation of a Bioeconomy Panel, a Bioeconomy Observatory and regular Stakeholder Conferences;
The strategy seeks synergies and complementarities with other policy areas, instruments and funding sources which share and address the same objectives, such as the Cohesion Funds, the Common Agricultural and Fisheries Policies (CAP and CFP), the Integrated Maritime Policy (IMP), environmental, industrial, employment, energy and health policies. The preparation of the Strategy was led by Commissioner Geoghegan-Quinn with the support of four other Commissioners: Vice-President Tajani and Commissioners Cioloş, Damanaki and Potočnik. With Research and Innovation at the heart of the Strategy, it will first be presented to EU Member States at the Competitiveness Council on 21 February 2012.
EU Member States including Denmark, Finland, Germany, Ireland and the Netherlands already have Bioeconomy Strategies in place. On the international stage, Canada, China, South Africa and the US either have or are planning their own ambitious strategies.
The Commission's proposal is one of the operational proposals under the Innovation Union and Resource–efficient Europe flagships of the EU 2020 strategy. The need to increase public funding for bioeconomy research and innovation has been recognised under the Commission's future research programme Horizon 2020: €4.7 billion has been proposed for the Challenge "Food security, sustainable agriculture, marine and maritime research, and the bioeconomy", with complementary funding in other areas of Horizon 2020.

Quelle: ec.europa.eu/research/bioeconomy/news-events/news/20120213_en.htm

Zellstoff, Energie und Öl aus einer Hand

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Vor zwei Wochen hat das Zellstoffwerk in Arneburg Investitionen von über 40 Millionen Euro angekündigt. Diese Investition und die Perspektiven des Standortes standen gestern im Mittelpunkt des Besuches von Wirtschafts- und Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff."Das Zellstoffwerk ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, deshalb ist es für mich eine Herzensangelegenheit, das Unternehmen persönlich kennenzulernen",sagte gestern Birgitta Wolff. Die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt besuchte zusammen mit Prof. Udo Sträter, Rektor der Martin-Luther-Universität Hallen Wittenberg, sowie einigen Landespolitikern den hochtechnisierten Betrieb. Derzeit hat das Unternehmen etwa 600 Mitarbeiter und produziert pro Jahr etwa 622000 Tonnen Zellstoff. Zur Inbetriebnahme des Werkes im Jahr 2004 lag die Jahresproduktion noch bei 552000 Tonnen.

Jahresproduktion bis 2013 auf 650000 Tonnen steigern

"Das ist das Ergebnis des Optimierungsprozesses", erklärte Wolfram Ridder von der Konzernleitung der Muttergesellschaft Mercer. Um die Produktion bis zum Jahr 2013 auf 650000 Tonnen zu steigern und damit für zukünftige Marktveränderungen gewappnet zu sein, wurde das Projekt "Blue Mill" ins Leben gerufen. Dahinter stecken Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 40 Millionen Euro für die Produktionstechnik. "Der feste Glaube des Landes war dabei eine wichtige Hilfe", lobte Ridder das Land, das für Kredite bürgt und Fördermittel dafür bewilligt.

Der gestrige Rundgang habe Wolff gezeigt, wie kapitalintensiv die Arbeitsplätze seien. "Dort wo Wertschöpfung stattfindet, arbeiten die wenigstens Mitarbeiter", sagte die Ministerin. Eben jene Arbeitsplätze würden in ihren Augen auch eine hohe Lebenserwartung haben und für wirtschaftliche Stabilität einer Region sorgen. "Wir wollen auch nicht, dass Unternehmen nach der Bindungsfrist durch Fördermittel wieder abhauen", betonte Wolff. "Unsere Investoren können nicht einfach ihre Zelte abbrechen. Wir rechnen mit Perspektiven von 50 Jahren", sagte Ridder und sieht die Entwicklung der "Bioraffinerie" Arneburg noch weiter gehen. Immerhin werde nicht nur Zellstoff produziert, sondern auch die beim Produktionsprozess anfallenden Stoffe werden genutzt. Tallöl und Terpentin nimmt die chemischen Industrie ab. Aus den übrigen Holzbestandteilen, wird Bioenergie erzeugt. Strom der nicht benötigt wird, speist das Unternehmen in das öffentliche Netz ein und könnte etwa 250000 Haushalten versorgen.

Um das Potential des nachwachsenden Rohstoffes Holz noch besser nutzen zu können, wirkt das Unternehmen bei der Initiative "BioEconomy" mit. Es hat am 19. Januar den Spitzenclusterwettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums gewonnen. "Wir sind auch Partner des Clusters und sehen damit in Arneburg Kooperationsmöglichkeiten von der Grundlagenforschung bis hin zur Personalführung", sagte Halles Rektor Udo Sträter.

Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft damit weiter zu fördern, sieht die Ministerin als wichtige Mission. Nur so sei eine Tranformation von Wissen zu Geld und umgekehrt möglich.

Dass sich auch das Zellstoffwerk nicht vor Innovation scheut, zeigt die derzeit breite Nutzung des Holzrohstoffes. Die vor einem Jahr aufkommende Idee, die Zellstofffaser für die Textilindustrie zu veredeln, wurde aus wirtschaftlichen Gründen vorerst auf Eis gelegt. "Das heißt aber nicht, dass wir die Idee verworfen haben, betonte Ridder.

Autor: Dirk Andres

Quelle: www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stendal/743583_Zellstoff-Energie-und-Oel-aus-einer-Hand.html

Von Pflanzen zu Kunststoffen

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Gefördert vom Knowledge-Based-Bio-Economy-Programm der EU startet im Februar 2012 das 13-Millionen-Euro-Projekt BioConSepT. Mit dem Projekt soll ein integrierter, ganzheitlicher Prozessansatz zur Herstellung von Grundstoffen für die biobasierte Polymerherstellung demonstriert werden. Dies kann als Basis für die nächste Generation von Prozessen der weißen Biotechnologie betrachtet werden. Damit sollen Vertreter der bio-basierten Wirtschaft von der entwickelten Technologie überzeugt und zu weiterführenden Umsetzungen ermuntert werden. Das Ziel ist es, Prozesse zu liefern, die Biomasse der zweiten Generation in werthaltige Chemikalien konvertieren und dabei 30 Prozent günstiger und 30 Prozent nachhaltiger sind als entsprechende chemische Verfahren oder die entsprechenden Biotechnologieprozesse, die mit Rohstoffen der ersten Generation wie Glucose arbeiten.

Biomasse zu Chemikalien
BioConSepT fokussiert sich auf die Nutzung von Rohstoffen der sogenannten zweiten Generation wie Lignocellulose und ungenießbare Öle und Fette, die nicht zur Nahrungsmittelproduktion eingesetzt werden können. Die Partner haben sieben Verfahren zur Herstellung für Chemikalien aus Rohstoffen der zweiten Generation ausgewählt. Dabei werden sowohl enzymatische, mikrobielle als auch chemische Reaktionen eingesetzt und gegebenenfalls in den Produktionsketten miteinander kombiniert. Die Einführung kontinuierlicher Prozesse, neuer Reaktoren und selektiver Auftrennungstechnologien wird Durchbrüche bei der Kostenreduktion und Nachhaltigkeit dieser Prozesse erzielen. Ziel des Projekts ist es, Mustermengen für die Markterprobung von biobasierten Polymeren, Harzen, Weichmachern, Biotensiden und Lösungsmittel bereitzustellen. Innerhalb von zwei Jahren wird BioConSepT die zwei erfolgversprechendsten Herstellungsprozesse auswählen, um Produktmengen in der Größenordnung von 100 kg bis 1000 kg bereitzustellen.

Der Umstieg von einer Erdöl-basierten zu einer biobasierten Wirtschaft wird einen enormen Einfluss sowohl auf die Gesellschaft als Ganzes als auch auf wichtige industrielle Branchen wie Landwirtschaft, die Chemie- und Nahrungsmittelindustrie sowie den Energiesektor haben. Eine Spitzenposition in der biobasierten Wirtschaft ist essenziell, um die führende Marktposition der europäischen Prozessindustrie beizubehalten, welche die Bereitstellung von Chemikalien und Energieträgern, die Erhaltung von Arbeitsplätzen und die Schaffung einer nachhaltigen Gesellschaft sicherstellt.
Das Projekt zielt darauf, die sich schließende Kluft zwischen Labor und der industriellen Praxis für die Produktion von Chemikalien aus vorhandener Biomasse weiter zu verringern.

Das BioConSepT Konsortium wird durch TNO koordiniert und besteht aus 31 Partnern, die sich aus Forschungs- und Technologie-Zentren, industriellen Konzernen sowie kleinen und mittelständigen Unternehmen rekrutieren.

Quelle: Fraunhofer IGB

www.igb.fraunhofer.de/de/presse-medien/presseinformationen/2011/von-pflanzen-zu-kunststoffen.html

40 Millionen Euro Förderung: Spitzencluster BioEconomy im Chemiedreieck Leipzig-Halle-Leuna kann starten

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Quelle: Leipziger Internetzeitung
Autor: Ralf Julke
22.01.2012
 
Es geht doch. Wenn die Beteiligten nur wollen. Beim Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat sich ein länderübergreifendes Netzwerk aus dem Raum Leipzig-Halle-Leuna beworben – und jetzt den Zuschlag auf eine Förderung als Spitzencluster BioEconomy in Höhe von 40 Millionen Euro für fünf Jahre bekommen.
 
Am Donnerstag, 19. Januar, hat der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel die fünf Gewinner der abschließenden Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF bekannt gegeben. "In Spitzenclustern bündeln führende Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure eines Technologie- und Innovationsfeldes ihre Kräfte in einer Region", erläutert das Ministerium.

Mit der 40-Millionen-Euro-Fördermittel-Zusage kann das Spitzencluster BioEconomy in Sachsen-Anhalt und Sachsen nun starten. Nicht ganz zufällig deckt es sich mit dem Chemiedreieck Leipzig-Halle-Leuna. Aus dem Leipziger Raum sind neben dem Verein Netzwerk Energie & Umwelt e.V. (N.E.U. e.V.) die großen Forschungseinrichtungen in den Cluster involviert. Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum DBFZ, das Umweltforschungszentrum UFZ, die Universität Leipzig sowie die Handelsschule HHL.

Und einer freut sich besonders: Dr. Winfried Damm, Vorsitzender des N.E.U. e.V., der sich im Januar 2011 gegründet hat. "Über den Verein konnten über 30 Mitgliedsfirmen gebündelt die Antragstellung unterstützen“, freut sich Damm. "Damit können nun inklusive der avisierten Landesförderungen bis zu 50 Millionen Euro Fördermittel in diese Projekte in der Region fließen.“ Kleine und mittlere Firmen aus dem Energie- und Umweltnetzwerk können die Fördermittel für konkrete Projekte beantragen.

 
Für Damm koppelt sich das Projekt noch mit einem anderen Energiethema. Er betreut für die Stadtwerke Leipzig auch das ganze Projekt Elektromobilität, mit dem die möglichen Strukturen einer künftigen E-Mobilität in einer Großstadt wie Leipzig installiert und getestet werden.

Der Cluster BioEconomy in Mitteldeutschland konzentriert sich auf die integrierte stoffliche und energetische Nutzung von Non-Food-Biomasse zur Erzeugung von Werkstoffen, Chemikalien, Energieträgern und Produkten aus neuen Materialien.

Dabei soll Biomasse verwendet werden, die nicht für die Nahrungsmittelproduktion genutzt werden kann. Die Verknüpfung verschiedener Wirtschaftsbereiche im Cluster (z.B. Holz- und Forstwirtschaft, chemische Industrie, Anlagenbau), ein clusterübergreifendes Stoffstrommanagement sowie die Entwicklung, Skalierung und industrielle Umsetzung von Produktionsverfahren ermöglichen eine Optimierung der Verwertung von Biomasse.

 

BioEconomy gewinnt Spitzen – Clusterförderung

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Quelle: Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland
20.01.2012

Der mitteldeutsche Cluster BioEconomy gehört zu den Gewinnern der letzten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesforschungsministeriums. Das gemeinsame Vorhaben von rund 80 Partnern widmet sich der stofflichen und energetischen Nutzung von biologischen Rohstoffen.

Bei der gestrigen Entscheidung zur dritten und abschließenden Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) überzeugte das Cluster BioEconomy die Jury mit seinem zukunftsorientierten Konzept und wurde als einer der fünf Gewinner unter den elf Finalisten ausgewählt. Das Vorhaben erhält damit in den kommenden fünf Jahren rund 40 Millionen Euro Förderung für seine weitere Arbeit. „Wir gratulieren den Akteuren des Clusters zu diesem großen Erfolg. Die Tatsache, dass mit BioEconomy ein drittes mitteldeutsches Spitzencluster entstanden ist, verdeutlicht das große Innovationspotenzial der Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Region. Die enge Zusammenarbeit in und zwischen Clustern auf technologischen Zukunftsfeldern ist ein wichtiges Erfolgsrezept zur Stärkung des Standortes Mitteldeutschland“, so Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben. 

„Mit der heutigen Entscheidung des BMBF ist der Weg frei, Deutschland zu einem international sichtbaren Leuchtturm der BioÖkonomie zu entwickeln und einen beispielhaften Wachstumsschub in Sachsen-Anhalt und der Region Mitteldeutschland auszulösen. Wir danken daher allen Partnern für die großartige Unterstützung und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit“, erklärte Stephan Witt, Clustermanager des BioEconomy Clusters, kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung in Berlin. 


Unter BioÖkonomie wird die nachhaltige Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen verstanden. „Unser Kernziel ist die nachhaltige Wertschöpfung aus non-food Biomasse zu maximieren, indem wir daraus neuartige Werkstoffe und Materialien sowie Chemieprodukte und Energie herstellen.“ erläutert Prof. Thomas Hirth, wissenschaftlicher Koordinator des Clusters, und ergänzt: 
„Dabei optimieren wir die Wertschöpfung durch die kombinierte stoffliche und energetische Nutzung von Holz. Ein wichtiger Ansatz unserer Strategie ist es zudem, Verfahren, die heute bereits in den Laboren und Technikumsanlagen funktionieren, möglichst schnell in einen großtechnischen Maßstab umzusetzen und in die industrielle Anwendung zu bringen.“

Aktuell engagieren sich mehr als 80 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region mit einem Gesamtumsatz von mehr als 21 Mrd. Euro und insgesamt über 29.000 Mitarbeitern im Rahmen des Spitzenclusters, das seinen regionalen Schwerpunkt in Sachsen-Anhalt und Sachsen und den dort bestehenden Chemiestandorten hat. 
Ebenfalls integriert sind Unternehmen aus den Bereichen Holzwirtschaft/-verarbeitung/-logistik, Maschinen-und Anlagenbau, Chemie und Kunststoffe, Papier- und Zellstoffindustrie und Bioenergiewirtschaft. 
Zu den beteiligten Forschungseinrichtungen gehören die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Fraunhofer CBP, PAZ und IWM in Leuna, Schkopau und Halle sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Deutsche Biomasseforschungszentrum, das Helmholtz Umweltforschungszentrum und die Handelshochschule in Leipzig. Daneben integriert der Cluster bereits erfolgreich bestehende Clusterstrukturen wie das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, den Holzcluster Rottleberode, das Netzwerk um das Chemisch-Biotechnologische Prozesszentrum CBP in Leuna und das Energienetzwerk Leipzig. 

Foto: Gewinner der 3. Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel und dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Andreas 


„Das Einzigartige am Cluster BioEconomy sind die Vielzahl und das Leistungsvermögen seiner Partner. Gemeinsam sind wir in der Lage, die komplexen Wertschöpfungsketten der BioÖkonomie mit kompetenten Partnern sowohl in der Industrie als auch der hoch spezialisierten Forschung abzudecken.“ erklärt Clustermanager Stephan Witt. „Das heißt, wir haben für die verschiedensten Wertschöpfungsstufen und Anwendungen Spezialisten im Team, die sich auf ihr jeweiliges besonderes Know-how konzentrieren und dort Wettbewerbsvorsprünge ausbauen können. Durch die Kombination untereinander erreichen wir das gemeinsame Ziel des Aufbaus einer neuen bio-basierten Industrie mit vielen zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Region.“

http://www.mitteldeutschland.com/leistungen/news/singleansicht/datum/2012/01/20/BioEconomy-gewinnt-Spitzenclusterfrderung.html

“Sachsen-Anhalt wird international sichtbarer Leuchtturm der Bio-Ökonomie“

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Quelle: Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft – Pressemitteilung Nr.: 002/2012
Magdeburg, den 19. Januar 2012

Initiative „BioEconomy“ wird Spitzencluster / 40 Mio. € Förderung vom Bund
Wolff: „Sachsen-Anhalt wird international sichtbarer Leuchtturm der Bio-Ökonomie“

Die Initiative „BioEconomy“ aus Sachsen-Anhalt und Sachsen gehört zu den fünf Siegern im dritten Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Projekt, das sich auf die stofflich-chemische Verwertung von Biomasse konzentriert, kann damit in den nächsten fünf Jahren mit Fördermitteln von bis zu 40 Millionen Euro vom Bund rechnen. Hinzu kommt noch einmal die gleiche Summe von der privaten Wirtschaft. Zu den mehr als 60 „BioEconomy“-Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft gehören Chemieunternehmen wie die Total AG oder die Linde AG sowie auf wissenschaftlicher Seite das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnolo­gische Prozesse CBP Leuna, das Deutsche BiomasseForschungsZentrum und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Insgesamt waren 24 Wettbewerbsbeiträge eingereicht worden, 11 davon standen im Finale.
 
„Durch den Sieg im Spitzenclusterwettbewerb wird Sachsen-Anhalt und insbesondere der Chemiestandort Leuna zu einem national und international sichtbaren Leuchtturm der Bio-Ökonomie“, freut sich Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Prof. Birgitta Wolff über die heute vom BMBF bekanntgegebene Entscheidung und gratuliert zugleich den Projektpartnern. „Nachwachsenden Rohstoffen gehört die Zukunft. Auch in der Chemieindustrie wird die stoffliche Nutzung von Biomasse aufgrund der Endlichkeit fossiler Rohstoffe auf lange Sicht eine große Rolle spielen. Das Spitzencluster ‚BioEconomy’ und das bundesweit einmalige Fraunhofer-CBP Leuna bieten gute Chancen, dass Sachsen-Anhalt in diesem Bereich wirtschaftlich und technologisch in der ersten Liga mitspielt.“ So werde der zeitliche Vorsprung bei der Umstellung bzw. Ergänzung der Rohstoffbasis von petrochemischen zu nachwachsenden Rohstoffen zu erheblichen Wettbewerbsvorteilen führen. Wolff: „Hinzu kommt die Chance auf Ausgründungen und Ansiedlungen aus der Chemie- und Holzindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau.“
Hintergrund:

Der Wirtschaftsbereich Bio-Ökonomie umfasst alle wirtschaftlichen Sektoren, die biogene Ressourcen mit physikalischen, chemischen und biotechnologischen Verfahren veredeln, um Vor-, Zwischen- und Endprodukte herzustellen. Der regionale Schwerpunkt des Spitzenclusters BioEconomy befindet sich in den Bundesländern Sachsen-Anhalt (Holzregion Südharz, Chemiedreieck) und Sachsen (Leipzig, Dresden)
 
Weitere Informationen unter: www.bioeconomy.de
 
Die Gründung des CBP geht auf eine gemeinsame Initiative des Wirtschaftsministeriums, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Standortgesellschaft InfraLeuna zurück. Bis Mitte 2012 soll auf mehr als 2.000 Quadratmetern eine Bioraffinerie aus insgesamt fünf Prozessanlagen entstehen, in denen in Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe im industriellen Maßstab erforscht werden soll. In das Kernprojekt des CBP werden rund 50 Millionen Euro investiert. Das Land Sachsen-Anhalt stellt davon 20,1 Millionen Euro sowie zusätzlich 6 Millionen Euro als Anschubfinanzierung für die Fraunhofer-Projektgruppe zur Verfügung. Das CBP wird von den Fraunhofer-Instituten für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB (Stuttgart) sowie für Chemische Technologie ICT (Pfinztal) gemeinsam errichtet und betrieben.
 
Im ersten Spitzen­clusterwett­bewerb des BMBF hatte sich mit dem „Solarvalley Mitteldeutschland“ im Jahr 2008 bereits eine Initiative aus Sachsen-Anhalt durchgesetzt.

Impressum:

Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft
Pressestelle
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567 – 43 16
Fax: (0391) 567 – 44 43
Mail: pressestelle@mw.sachsen-anhalt.de

Der mitteldeutsche Cluster BioEconomy gewinnt im dritten Spitzencluster – Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2011.

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Berlin, 19. Januar 2012

Der mitteldeutsche Cluster BioEconomy konnte sich erfolgreich gegenüber anderen Mitbewerbern im Spitzencluster Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchsetzen und überzeugte die Jury mit seinem zukunftsorientierten Konzept. „Unser Kernziel ist die nachhaltige Wertschöpfung aus non-food Biomasse zu maximieren, indem wir daraus neuartige Werkstoffe und Materialien sowie Chemieprodukte und Energie herstellen.“ erklärt Prof. Thomas Hirth, wissenschaftlicher Koordinator des Clusters, und ergänzt: „Dabei optimieren wir die Wertschöpfung durch die kombinierte stoffliche und energetische Nutzung von Holz. Ein wichtiger Ansatz unserer Strategie ist es zudem, Verfahren, die heute bereits in den Laboren und Technikumsanlagen funktionieren, möglichst schnell in einen großtechnischen Maßstab umzusetzen und in die industrielle Anwendung zu bringen.“

Zu den Partnern des Clusters gehören große Konzerne genauso wie über 40 innovative Mittelständler. Auf der Forschungsseite sind Partner wie die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Fraunhofer CBP, PAZ und IWM in Leuna, Schkopau und Halle sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Deutsche Biomasseforschungszentrum, das Helmholtz Umweltforschungszentrum und die Handelshochschule Leipzig (HHL) eingebunden. „Das Einzigartige am Cluster BioEconomy sind die Vielzahl und das Leistungsvermögen seiner Partner. Gemeinsam sind wir in der Lage, die komplexen Wertschöpfungsketten der BioÖkonomie mit kompetenten Partnern sowohl in der Industrie als auch der hoch spezialisierten Forschung abzudecken.“ erklärt Stephan Witt, Clustermanager des BioEconomy Clusters. „Das heißt, wir haben für die verschiedensten Wertschöpfungsstufen und Anwendungen Spezialisten im Team, die sich auf ihr jeweiliges besonderes Know-how konzentrieren und dort Wettbewerbsvorsprünge ausbauen können. Durch die Kombination untereinander erreichen wir das gemeinsame Ziel des Aufbaus einer neuen bio-basierten Industrie mit vielen zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Region.“

Unter BioÖkonomie wird die nachhaltige Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen verstanden. Der neue Spitzencluster BioEconomy hat seinen regionalen Schwerpunkt in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Sachsen und den dort bestehenden Chemiestandorten und setzt vor allem auf den Einsatz von einheimischer Biomasse, die nicht für Lebensmittel benötigt wird. Daneben integriert der Cluster bereits erfolgreich bestehende Clusterstrukturen wie den Cluster Chemie-Kunststoffe Mitteldeutschland, den Holzcluster Rottleberode, das Netzwerk um das Chemisch-Biotechnologische Prozesszentrum CBP in Leuna und das Energienetzwerk Leipzig. Aktuell engagieren sich mehr als 80 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region mit einem Gesamtumsatz von mehr als 21 Mrd. Euro und insgesamt über 29.000 Mitarbeitern im Rahmen des Spitzenclusters.

Der Spitzencluster fügt sich in die HighTech-Strategie und BioÖkonomie-Strategie der Bundesregierung und die Strategie Europe 2020 der EU ein. „Mit der heutigen Entscheidung des BMBF ist der Weg frei“, sagt Witt, „Deutschland zu einem international sichtbaren Leuchtturm der BioÖkonomie zu entwickeln und einen beispielhaften Wachstumsschub in Sachsen-Anhalt und der Region Mitteldeutschland auszulösen. Wir danken daher allen Partnern für die großartige Unterstützung und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.“

Bereits zum dritten Mal in Folge organisierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jenen Spitzencluster-Wettbewerb, der Deutschlands Position unter den führenden Technologie-Nationen festigen und weiter ausbauen soll.  

Als Clustermanagement für den Spitzencluster BioEconomy wurde bereits im Jahr 2011 die in Berlin und Leuna ansässige Unternehmensberatung JSW Consulting GmbH ausgewählt, die seither den Prozess der Strategieentwicklung organisiert und die Vertretung des Clusters nach außen wahrnimmt. Die wissenschaftliche Koordination erfolgt durch Professor Hirth von der Fraunhofer-Gesellschaft, einem der Initiatoren des Chemisch-Biotechnologischen Prozesszentrums CBP in Leuna, welches mit einer Fläche von mehr als 2000 qm Mitte dieses Jahres fertig gestellt und zu einem der wichtigsten Kerne für die Entwicklung und Skalierung von Prozessen im Cluster BioEconomy entwickelt werden soll.

Weitere Informationen und Ansprechpartner:

BioEconomy Cluster
www.bioeconomy.de

Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP
www.cbp.fraunhofer.de

http://bioeconomy.de/wp-content/uploads/2012/01/Presseerklärung-Spitzencluster-BioEconomy-19012012.pdf

Sächsische Innovatoren erneut beim Spitzencluster-Wettbewerb erfolgreich

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Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
19. Januar 2012

BioEconomy Cluster wird mit bis zu 40 Millionen Euro gefördert

„Dass der Freistaat Sachsen beim Spitzencluster-Wettbewerb so erfolgreich war und zu den fünf Gewinnern der letzten Runde gehört, ist ein toller Erfolg. Denn der Freistaat soll bis zum Jahr 2020 zu den wissenschaftlich und wirtschaftlich führenden Regionen Europas gehören. Mit der heutigen Entscheidung der Jury des Bundesministerium für Bildung und Forschung in der dritten und letzten Runde des Spitzenclusterwettbewerbs kommen wir diesem Ziel ein gutes Stück näher. In diesem Wettbewerb kommt es nicht nur darauf an, dass Wissenschaft und Wirtschaft exzellente Ergebnisse vorweisen. Vielmehr müssen beide Seiten eine gemeinsame Strategie entwickeln und diese dann konsequent verwirklichen. „BioEconomy“ zielt auf eine nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe für neue Produkte. Ich freue mich, dass sächsische Forschungseinrichtungen und sächsische technologieorientierte Unternehmen mit zum Gelingen dieses Spitzenclusters beitragen“, erklärt die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, anlässlich der heutigen Bekanntgabe des Ergebnisses durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der Cluster „BioEconomy“ konzentriert sich auf die integrierte stoffliche und energetische Nutzung von Nicht-Lebensmittel Biomasse zur Erzeugung von Werkstoffen, Chemikalien, Energieträgern und Produkten aus neuen Materialien. Ein clusterübergreifendes Stoffstrommanagement sowie die Entwicklung, Skalierung und industrielle Umsetzung von Produktionsverfahren ermöglichen die Optimierung der Wertschöpfung aus Non-food-Biomasse.

Der regionale Schwerpunkt des nach „Cool Silicon“ und „SolarValley“ nun schon dritten Spitzenclusters mit sächsischer Beteiligung befindet sich in den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt und ist um den Chemiestandort Leuna konzentriert. Er integriert bereits bestehende Clusterstrukturen zu einem international sichtbaren Leuchtturm der Bioökonomie.

Einen wesentlichen Themenkomplex im Clusterkonzept stellt die energetische Nutzung und Optimierung der anfallenden Restströme im Gesamtkontext des Spitzenclusters dar. Diese wird durch die wissenschaftliche und technologische Kompetenz des Deutschen BiomasseForschungsZentrums Leipzig mit seinen Forschungs- und v. a. auch innovativen Wirtschaftspartnern aus Sachsen getragen. Zudem konnte der Clusterantrag „Lignosax“ der TU Dresden erfolgreich integriert werden. Dies betrifft insbesondere die energieeffiziente Herstellung innovativer Formholz-Produkte und weiterer Holzbaukomponenten.

Der Spitzencluster „BioEconomy“ erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über fünf Jahre bis zu 40 Millionen Euro für die Umsetzung seiner Strategie. Die nun insgesamt 15 geförderten Spitzencluster der drei Wettbewerbsrunden erhalten insgesamt 600 Millionen Euro. Dazu kommen Mittel der beteiligten Unternehmen in gleicher Höhe. Damit werden 1,2 Milliarden Euro zusätzlich in den Innovationstandort Deutschland investiert. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt den BMBF-Spitzencluster „BioEconomy“ im Rahmen seiner Technologieförderung durch ergänzende Förderung sächsischer Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Umfang von bis zu 10 Millionen.

Impressum:

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst:
Pressesprecher Karltheodor Huttner
Telefon: +49 351 564 6020
FAX: +49 351 564 6025

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