Beim Netzwerktreffen von Germany Trade & Invest in Berlin hat der Geschäftsführer der Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis, Tino Haring, Strukturwandelprojekte in seiner Region vorgestellt. Besonderer Fokus lag dabei auf dem vom BioEconomy e.V. konzipierten Bioeconomy Hub, ein Großtechnikum, dessen Bau in Leuna geplant ist. Haring betonte die große Bedeutung des Bioeconomy Hubs als Bindeglied zwischen Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung – etwa am Technologiepark Weinbergcampus oder den Hochschulen in Halle und Merseburg – und der Produktion marktreifer Produktion durch KMU und Großindustrie, z. B. am Standort Leuna, wie folgende Grafik anschaulich zeigt.

Der BioEconomy Hub soll durch Bereitstellung und projektbezogenen Betrieb industrietauglicher Anlagen für biotechnologischer Verfahren junge Bioökonomie-Firmen unterstützen, Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen zu entwickeln und marktfähig zu machen. Langfristig sollen so weitere Großansiedlungen der Bioökonomie am Standort Leuna angezogen und Mitteldeutschland als weltweiter Hotspot der Bioökonomie etabliert werden.
Laut Haring stünden die Chancen einer entsprechenden Föderkulisse für den Bioeconomy Hub aktuell gut. Geplant ist, das Projekt mit Mitteln eines Sonderförderprogramms der Gemeinschaftsaufgabe regionale Wirtschaftsförderung (GRW) zu stemmen. Das Förderprogramm sieht eine 50/50-Finanzierung durch Bund und Land vor.